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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Scheinbare Schwarmfinanzierung »

    Zinsland legt das Vermögensanlagengesetz eigenwillig aus

    10.01.2018 ▪ Schwarmfinanzierungen sind privilegiert, da sie keinen Verkaufsprospekt erstellen müssen. Als Voraussetzung hat der Gesetzgeber eine Fundinggrenze von maximal 2,5 Millionen Euro definiert. Die Tecklenburg GmbH hat mit fünf Fundings über Zinsland nun aber mehr Geld eingesammelt als erlaubt. Als Erklärung dafür wird allerdings mehr eine nachträgliche Rechtfertigung als eine nachvollziehbare Begründung geliefert.

  • Strafbarkeit als Ausrede »

    Companisto verweigert Antworten

    09.01.2018 ▪ Insgesamt 581 Anleger haben 2015 über Companisto gut 400.000 Euro in die Firma noDNA investiert. Investmentcheck wollte vom Emittenten und der Crowd-Plattform wissen, weshalb die Vermögensauskunft gegenüber einem Gerichtsvollzieher nicht gemäß Zivilprozessordnung erfüllt wurde und was das für die Investoren bedeutet. Die Antworten beruhigen allerdings nicht wirklich.

  • Warum tut die BaFin nichts dagegen? »

    Bauminvestment ohne Verkaufsprospekt

    21.12.2017 ▪ Manchmal können einem sogar Politiker leidtun. In 2016 änderten sie beispielsweise das Vermögensanlagengesetz, um die Prospektpflicht für Direktinvestments noch einmal zu erweitern. Seit Anfang 2017 müssen nun alle Anbieter einen Verkaufsprospekt veröffentlichen, wenn sie für eine zeitweise Überlassung von Geld eine Verzinsung und Rückzahlung gewähren oder in Aussicht stellen. Soweit das Gesetz und die zum Ausdruck gebrachte Intention. In der Praxis umsetzen muss das die Aufsichtsbehörde BaFin. Und die setzt den Willen der Politik nicht wirklich durch, wie ein Beispiel vermuten lässt.

  • In Rekordzeit in die Pleite »

    Nur 9 Monate nach dem Fundingende schon insolvent

    20.12.2017 ▪ „Die Natur Briketts Hameln GmbH ist ein finanzsicher aufgestelltes Unternehmen mit einem nennenswerten Marktanteil. Die Holzbriketts sind bereits bekannt und eingeführt.“ Wer auf dieses „Rocket Fact“ im Frühjahr 2017 vertraute, der ist wenige Monate später sein Geld vermutlich los. Obwohl das Funding im März 2017 mit 177 Prozent über der Fundingschwelle geschlossen wurde, reichte das von Green Rocket eingesammelte Kapital nicht lange. Mitte Dezember wurde vom Amtsgericht Hameln das Insolvenzverfahren eröffnet.

  • Erstes Co-Funding stellt Insolvenzantrag »

    Bettervest und LeihDeinerUmweltGeld sammelten das Geld

    15.12.2017 ▪ Das erste Co-Funding wurde im Juli 2014 geradezu euphorisch beworben: „Das Projekt wird hierbei erstmalig in Deutschland simultan auf zwei der führenden Plattformen für grünes Crowdfunding angeboten.” Patrick Mijnals, Geschäftsführer von bettervest und Johannes Laub, Chef von LeihDeinerUmweltGeld wollten so die Platzierungskraft erhöhen und dadurch größere Projekte ermöglichen. Für Kastner & Callwey Medien aus Forstinning bei München spülte das damals noch stolze 385.000 Euro in die Kasse. Rund 60 Prozent kamen von Bettervest-Anlegern, der Rest über die Plattform von LeihDeinerUmweltGeld.

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