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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Nicht mal bis drei zählen »

    Immofunding mit 6-seitigem VIB

    12.07.2017 ▪ Nicht immer schafft es der Gesetzgeber, seine Vorgaben wirklich eindeutig zu formulieren. Der erste Satz von Paragraph 13 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes ist allerdings absolut klar zu verstehen: „Das Vermögensanlagen-Informationsblatt darf nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten umfassen.“ Die Crowd-Plattform Immofunding will aber eine halbe Million Euro für die Errichtung einer Wohnimmobilie mit einem 6-seitigen VIB einsammeln. Das Informationschaos lässt massive Zweifel aufkommen.

  • Fragwürdige Mietunterdeckungen bei P&R »

    Wie wichtig ist das Neugeschäft?

    26.06.2017 ▪ Seit Jahresanfang greift eine Prospektpflicht für Direktinvestments nach Vermögensanlagengesetz. Beim Marktführer P&R liefern die umfangreichen Informationen einige sehr interessante Erkenntnisse. So entstanden von 2014 bis 2016 pro Jahr im Durschnitt über 170 Millionen Euro Unterdeckung aus der Endvermietung der Container. Das wirft sofort die Frage auf, wie abhängig das P&R-Geschäftsmodell vom Neugeschäft ist. Kann ein Anlageberater oder Vermittler die vom Bundesgerichtshof regelmäßig geforderte Plausibilität des Anlagekonzepts überhaupt noch annehmen?

  • Unterschätzte Informationspflichten bei Vermögensanlagen »

    Eine rechtliche Einschätzung durch Rechtsanwalt Dr. Jürgen Machunsky

    26.05.2017 ▪ Der Anlegerschutz in Deutschland hat den mündigen und rational handelnden Verbraucher als Ziel, der seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und ohne staatliche Bevormundung trifft. Der Gesetzgeber setzt dabei vorrangig auf Transparenz und umfassende Informationsmöglichkeiten für den Anleger. Ob er diese hinreichend nutzt, ist dann letztlich seine Entscheidung. Zumindest indirekt über Fachjournalisten und andere Marktbeobachter können die Veröffentlichungsvorgaben Positives bewirken – wenn sie denn von Emittenten ausreichend erfüllt werden.

  • Nachbohren beim Bohrerhof »

    Braucht Deutschland solche Kapitalanlagen?

    09.05.2017 ▪ Mitte Februar hat die Bohrerhof GmbH eine Bekanntmachung gemäß Vermögensanlagengesetz vorgenommen. Sie will Geld mit einem qualifizierten Nachrangdarlehen für ein Landhotel einsammeln. Fünf Millionen Euro sollen es werden, die von der Gesellschaft wiederum über ein Darlehen an Bruno Bohrer weitergereicht werden, der dann das Landhotel errichten möchte. Skeptisch stimmt allerdings nicht nur diese Konstruktion. Obwohl der Verkaufsprospekt auf der Homepage www.bohrerhof.de seit Gestattung durch die BaFin veröffentlicht sein sollte, stand er längere Zeit nicht zum Download zur Verfügung.

  • Vorsicht bei Werbung von Metropol Immobilien »

    Werbebroschüre nur mit Genehmigung weiterleitbar

    08.05.2017 ▪ Zwölf DIN-A4-Seiten umfasst der Werbeflyer für ein Nachrangdarlehen der Metropol Immobilien GmbH. Der Inhalt ist höchst fragwürdig und dürfte in verschiedenen Punkten gegen das Vermögensanlagengesetz verstoßen. Konkret damit konfrontiert antwortete Erwin Herresthal völlig ausweichend, dass die Broschüre „ohne Genehmigung“ an investmentcheck.de gelangt wäre. Das Exemplar sollte zurückgeschickt werden, damit es aus dem Verkehr gezogen werden könnte. Antworten auf die konkreten Fragen blieben aus. Ein höchst fragwürdiges Vorgehen, das massive Zweifel an dem Anbieter aufkommen lässt.

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