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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Exporo: Noch einmal Glück gehabt »

    Definition der 2,5 Millionen-Obergrenze geändert

    19.07.2017 ▪ Bis zu 935.000 Euro wollte Exporo mit dem Funding der Oberheidkamper Straße einsammeln. Und nach den letzten Platzierungserfolgen wäre das der Immobilien-Crowd-Plattform Exporo mit Sicherhaut problemlos gelungen. In letzten Moment wurde allerdings bei 870.414 Euro der Stecker gezogen. Zusammen mit den ebenfalls vom Emittenen WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH aufgelegten Fundings für die Raderberger Straße und Zülpicher Staße blieben noch 3.000 Euro Luft bis zum gesetzlichen Limit für Schwarmfinanzierungen von 2,5 Millionen Euro.

  • Warum wird das VIB versteckt? »

    Finnest rät zu Informationsverweigerung

    17.07.2017 ▪ Investmentcheck verfolgt das Ziel, die Transparenzbereitschaft der Anbieter von Vermögensanlagen zu testen. Bestimmte Informationen werden von seriösen Anbietern auf freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt. Sie haben verstanden, dass Geldeinsammeln auf dem Kapitalmarkt mit gewissen moralischen Verpflichtungen einhergeht. Ein Teil der Informationen sind allerdings sogar gesetzlich vorgegeben an Jedermann zu liefern. Die Crowd-Plattform Finnest rät nun einem Ihrer Kunden, das Gesetz sehr eigenwillig auszulegen.

  • Nicht mal bis drei zählen »

    Immofunding mit 6-seitigem VIB

    12.07.2017 ▪ Nicht immer schafft es der Gesetzgeber, seine Vorgaben wirklich eindeutig zu formulieren. Der erste Satz von Paragraph 13 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes ist allerdings absolut klar zu verstehen: „Das Vermögensanlagen-Informationsblatt darf nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten umfassen.“ Die Crowd-Plattform Immofunding will aber eine halbe Million Euro für die Errichtung einer Wohnimmobilie mit einem 6-seitigen VIB einsammeln. Das Informationschaos lässt massive Zweifel aufkommen.

  • Fragwürdige Mietunterdeckungen bei P&R »

    Wie wichtig ist das Neugeschäft?

    26.06.2017 ▪ Seit Jahresanfang greift eine Prospektpflicht für Direktinvestments nach Vermögensanlagengesetz. Beim Marktführer P&R liefern die umfangreichen Informationen einige sehr interessante Erkenntnisse. So entstanden von 2014 bis 2016 pro Jahr im Durschnitt über 170 Millionen Euro Unterdeckung aus der Endvermietung der Container. Das wirft sofort die Frage auf, wie abhängig das P&R-Geschäftsmodell vom Neugeschäft ist. Kann ein Anlageberater oder Vermittler die vom Bundesgerichtshof regelmäßig geforderte Plausibilität des Anlagekonzepts überhaupt noch annehmen?

  • Unterschätzte Informationspflichten bei Vermögensanlagen »

    Eine rechtliche Einschätzung durch Rechtsanwalt Dr. Jürgen Machunsky

    26.05.2017 ▪ Der Anlegerschutz in Deutschland hat den mündigen und rational handelnden Verbraucher als Ziel, der seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und ohne staatliche Bevormundung trifft. Der Gesetzgeber setzt dabei vorrangig auf Transparenz und umfassende Informationsmöglichkeiten für den Anleger. Ob er diese hinreichend nutzt, ist dann letztlich seine Entscheidung. Zumindest indirekt über Fachjournalisten und andere Marktbeobachter können die Veröffentlichungsvorgaben Positives bewirken – wenn sie denn von Emittenten ausreichend erfüllt werden.

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