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  • Gemeinnützige Pleite »

    Dr. Wiesent Sozial gGmbH schuldet Anlegern 30 Millionen Euro

    18.12.2020 ▪ Mit Genussscheinen und Genussrechten finanzierten Anleger Pflegeeinrichtungen für Senioren sowie Einrichtungen der Kinderkrankenpflege und Behindertenhilfe in Nordbayern. Rund 30 Millionen Euro wurden auf diese Weise gesammelt. Am 16. Dezember 2020 musste allerdings von der Dr. Wiesent Sozial gGmbH ein Eigeninsolvenzantrag gestellt werden. Unter Führung des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Dr. Beck & Partner soll der Geschäftsbetrieb unter dem Schutz des Insolvenzrechts saniert werden. Für die Investoren, die dort rund 30 Millionen Euro anlegten, klingt das nicht gut.

  • 93%-iger Sieg für P&R-Anleger »

    Landgericht München I lässt nur geringe Insolvenzanfechtungen zu

    11.12.2020 ▪ Nach Karlsruhe, Bochum und Stuttgart hat nun auch München sein Urteil zu einer Anfechtungsklage der Insolvenzverwalter in Sachen P&R gefällt. Dr. Alexander Hobelsberger als Vertreter der beklagten Anlegerin hat sich auf Nachfrage sehr erfreut über das Ergebnis geäußert: „Unsere Mandantin wurde nur hinsichtlich der Mieten zur Rückzahlung verurteilt, wobei das Gericht auch hier unserer Argumentation gefolgt ist und den Wertverlust der Container (Differenz aus Kaufpreis und dem deutlich niedrigeren Rückkaufpreis) sowie die Entreicherung durch Steuerzahlungen in Abzug gebracht hat.“ Konkret heißt das: Das Gericht hat die geforderte Summe von 32.200 Euro um gut 93 Prozent auf 2.100 Euro gekürzt.

  • Tage 1 und 2 im PIM-Strafprozess »

    Persönliche Eindrücke aus dem Verhandlungsauftakt

    10.12.2020 ▪ Von Stefan Loipfinger
    Der mit dunklem Holz getäfelte Gerichtssaal 213 beim Landgericht Darmstadt war viel zu klein. Presseplätze wurden in einem komplizierten Akkreditierungsverfahren per Losentscheid vergeben. Wer einen der wegen der Coronamaßnahmen stark reduzierten Zuschauerplätze ergattern wollte, musste früh aufstehen und sich anstellen. Mit zehn Minuten Verspätung begann um 9.10 Uhr am 8. Dezember 2020 der Prozess gegen Pesut P. und Julius L. Er wird lange dauern. Schon jetzt sind bis zum Sommer 2021 über 30 Verhandlungstage angesetzt.

  • Streit um die Anlegerverwaltung »

    Antje Grieseler will bei Leonidas ihre Macht erhalten

    03.12.2020 ▪ Seit zwei Monaten scheint bei Leonidas niemand mehr erreichbar zu sein. Anrufe können angeblich wegen der Corona-Pandemie nicht mehr entgegengenommen werden. So besagt es zumindest eine Ansage auf dem Leonidas-Anrufbeantworter. Seit Ende September werden außerdem zum Teil Mails nicht mehr beantwortet, wie verzweifelte Anleger gegenüber Investmentcheck berichten. Die Leonidas Management GmbH von Antje Grieseler hat die Anlegerverwaltung einfach vor zwei Monaten gekündigt, um sie selbst zu übernehmen. Das funktioniert offenbar nicht, weshalb der neue Interimsvorstand der Leonidas Associates AG nun eingreift. Er hat Informationen an die Anleger verschickt, die tief blicken lassen.

  • Toxische Bioinvestments »

    UDI nutzte frisches Anlegerkapital zum „Löcher stopfen“

    27.11.2020 ▪ Statt in vielversprechende solide Investments floss bei UDI viel frisches Anlegerkapital in alte Problemprojekte. Einige Beispiele zeigen das sehr deutlich und erzürnen immer mehr Investoren. Der Verkauf der UDI-Gruppe an einen Sanierer erscheint damit noch deutlicher als Entsorgungsaktion [UDI-Chef gibt auf].

  • Wackelige Nachrangklausel »

    Landgericht München tendiert zu Gunsten eines UDI-Anlegers

    25.11.2020 ▪ Es war nur ein mündlicher Termin, aber Felix Kaiser*) freut sich riesig über die ersten Einschätzungen des Landgerichts München I. Er klagt gegen die von UDI verkaufte te Solar Sprint II GmbH & Co. KG auf Rückzahlung seines Investments. Die Einschätzungen der Richterin ließen wenig Zweifel am Ausgang des Verfahrens, falls die Beklagte nicht doch noch zu einem Vergleich einlenkt.

  • Londoner Debakel »

    Doric-Anleger verlieren Geld beim GENO EuropaFonds

    12.11.2020 ▪ Bedrohliche Ausmaße der COVID-19-Pandemie und eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für einen harten Brexit sollen für die dramatischen Entwicklungen eines London-Fonds der Doric-Gruppe verantwortlich sein. Anleger stimmen nun über einen Notverkauf mit unbekanntem Ausgang ab. Bei einer Ablehnung könnte die Bank die Büroimmobilie in der Newgate Street übernehmen. Der Fonds wurde ab 2005 im genossenschaftlichen Finanzverbund angeboten und wirft massive Fragen im Zusammenhang mit einem Interessenskonflikt auf, der bei einem viel zu niedrigen Kaufangebot für die Fondsanteile auftrat. Auch die Erhöhung des Fremdkapitals aufgrund der schwachen Platzierung bei Fondsauflage belastet die aktuelle Situation. Hat sich der Anbieter zu Lasten der Anleger verzockt?

  • Prospektpflicht oder nicht? »

    Aurimentum vermutet Fehlinformation bei BaFin-Verdacht

    05.11.2020 ▪ Vor einigen Tagen hat die Finanzaufsicht BaFin eine Verbrauchermeldung veröffentlicht, wonach bei R&R Consulting Anhaltspunkte für einen fehlenden Verkaufsprospekt vorliegen würden. Das Modell „Goldkauf mit Treuebonus“ könnte eine prospektpflichtige Vermögensanlage sein. Aurimentum lässt dem durch die Presserechtlerin Patricia Cronemeyer widersprechen. Es gäbe nur zwei Ausnahmefälle, bei denen ein Widerrufsrecht nach 24 Monaten gewährt wurde: „Unsere Mandantin geht von einer schnellen Klärung dieses Missverständnisses mit der BaFin aus.“

  • Massive Interessenskonflikte »

    Anleger bei MPC Deutschland 10 verlieren Geld

    29.10.2020 ▪ Eine zentral von Siemens angedachte Strategie, zukünftig vermehrt ihre MitarbeiterInnen im Homeoffice zu beschäftigen, könnte für die Anleger beim Fonds MPC Deutschland 10 zum Fiasko werden. Der Hamburger Anbieter MPC Capital droht den Investoren mit einer Insolvenz der Fondsgesellschaft, wenn sie nicht noch schnell einem Verkauf vor dem Auslaufen der Fremdfinanzierung zustimmen. Für die Anleger entstünde ein erheblicher Verlust, für MPC eine dicke Chance, da sie mit dem Käufer verbandelt ist.

  • Leipziger Luftnummern »

    Fragwürdige Sachkapitalerhöhungen rund um die Publity-Gruppe

    28.10.2020 ▪ Thomas Olek ist ein Selfmade-Milliardär. Seine ersten Finanzprodukte investierten mit dem Geld von Privatanlegern in Non-Performing Loans, dann folgten geschlossene Immobilienfonds und seit ein paar Jahren macht er das große Geschäft mit Aktiengesellschaften. Gerne steigt er für einen Euro pro Aktie ein und dann beginnt das Lifting für die Braut. Sobald die Immobiliengesellschaft hübsch genug ist, schickt er sie auf das Börsenparket. Bei dem üblicherweise geringen Streubesitz können mit eigenen Aktienzukäufen die Kurse leicht befeuert werden, um dann durch Sachkapitalerhöhungen die Anteile freier Investoren wieder zu verwässern.

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