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Marktanalyse Publikums-AIF 2018
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Hamburger AfD-Vize gibt keine Auskunft

my green Invest GmbH wurde liquidiert

07.11.2016 • Der damalige Geschäftsführer Dr. Alexander Wolf schrieb 2013 im BaFin-gestatteten Verkaufsprospekt von einem wirtschaftlich attraktiven und zugleich ökologisch sinnvollem Investment. Über Genussrechte der my green invest GmbH sollten Anleger von zukunftsweisenden Bereichen der Energieversorgung profitieren. Alles vollmundige Versprechen, deren Umsetzung alles andere als plangemäß verlief. Denn 2016 wurde die Liquidation der Gesellschaft eingeleitet. Gläubiger der Gesellschaft wurden aufgefordert, sich bei ihr zu melden.

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Verkaufsprospekt. Zwei Genussrechte im Gesamtwert von 15 Millionen Euro wurden ab dem Frühjahr 2013 angeboten. Für Typ A war eine Laufzeit von 5 Jahren bei einer Verzinsung von 7 Prozent aufgerufen worden. Bei Typ B sollte die Laufzeit 10 Jahre bei einer Verzinsung von 8 Prozent betragen. Investitionen waren bei Prospektauflage noch nicht getätigt. Die Vollplatzierung sollte bis Ende 2015 erfolgt sein.

Aus dem attraktiven Genussrecht wurde nichts
Quelle: Werbeflyer der my green invest

Struktur. 2012 hat die mit einem Stammkapital von 102.000 Euro ausgestattete GmbH ihre Geschäfte aufgenommen. Gesellschafter zu jeweils einem Drittel waren die 2012 gegründete DIG Deutsche Investitionsgesellschaft mbH und die jeweils 2011 gegründete CMB Invest GmbH sowie die Goldschmidt, Kippenberger & Cie GmbH. Alleiniger Geschäftsführer der Emittentin war Dr. Alexander Wolf. Dieser ist promovierter Jurist und Rechtsanwalt. Laut Wikipedia ist er jetzt stellvertretender Vorsitzender der AfD Hamburg und Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD Bürgerschaftsfraktion.

Anfragen. Wie viel Geld mit den Genussrechten für my green invest tatsächlich eingesammelt wurde, ist Investmentcheck nicht bekannt. Diesbezügliche Anfragen wurden nicht beantwortet. Gleiches gilt für die Fragen, was mit dem Kapital der Genussrechtsanleger durch die Liquidation passierte und was überhaupt die Ursache für die Liquidation war. Jens Kippenberger, von 2012 bis 2016 Prokurist der my green invest GmbH, antwortete auf Anfrage, dass er keine Stellung nehmen dürfte, „da wir uns im Interesse unserer Anleger und Kunden vertraglich verpflichtet haben, keinerlei unternehmensinterne Informationen nach außen zu geben“. Alexander Wolf schloss sich dieser Ansicht an: „Im übrigen hat Ihnen Herr Kippenberger bereits auf Ihre – gleichlautende – Anfrage geantwortet; dem ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen.“ Der Liquidator Carl Vielhaben hat auf zwei Mailanfragen nicht geantwortet.

Loipfinger’s Meinung. Alexander Wolf hat als AfD-Politiker 8 Standpunkte formuliert. Er ist für gesunden Menschenverstand und will Verschwendung stoppen: „Ich verstehe mich als Anwalt der Steuerzahler und des Mittelstands - das heißt: Bürokratie abbauen. Steuern deutlich für alle senken (Kirchhof’sches Modell).“ Kriminelle will er „härter anpacken“ und Opferschutz geht ihm vor Täterschutz. Gerade letzteres wäre für den Fall my green invest interessant zu hinterfragen. Wer ist hier Opfer und wer Täter?

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