Editorial Investmentcheck-News 2/2016

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
über eine Milliarde Euro haben die Anbieter von Containerangeboten im vergangenen Jahr bei Investoren eingesammelt. Eine unglaubliche Summe für einen Markt, der absolut intransparent und unreguliert ist. Doch jetzt kommen die Probleme von zwei Seiten. Die Containerpreise sind auf ein 13-Jahrestief gefallen, was die Mieten ebenso mit in den Keller zog. Da den Investoren üblicherweise feste Mieten für drei bis sechs Jahre versprochen wurden, kostet das die Garanten viel Geld. Wenn diese dann noch überhöhte Rückkaufpreise garantiert haben, dann wird es in Verbindung mit dem zweiten Problemfeld eng: Durch gesetzliche Änderungen stockt der Neuabsatz von Containerinvestments, weshalb die häufig erzielten Gewinne durch überhöhte Verkaufspreise nicht mehr so sprudeln. Vorne versiegen die Geldquellen und hinten werden die Löcher größer. Das ist der Stoff, aus dem Pleiten entstehen.

Zu den Dramen bei Magellan, Buss und Conrendit können Sie verschiedene Beiträge nachlesen. Zu Solvium gibt es einen Artikel, der zum Nachdenken anregen sollte. Bei anderen Anbietern recherchieren wir derzeit noch. Doch ein Bild ergibt sich schon jetzt: Die teilweise schon seit Jahrzehnten ohne größere Beben gewachsene Welt der Containerinvestments wird gerade gewaltig durchgeschüttelt. Ausfälle von Garanten wie bei Buss oder Magellan werden nicht die Letzten gewesen sein. Wir bleiben dran an diesem Thema…

Dran geblieben sind wir auch bei der Überwachung des Marktes. Immerhin 15 neue Anlagemodelle wurden seit dem letzten Newsletter erfasst. Derzeit finden Sie 206 in Platzierung befindliche Produkte auf unserer Plattform. Nutzen Sie die Übersichtsdarstellungen nach den Investitionsarten und Anlagetypen. Durch einen Klick auf das jeweilige Angebot erhalten Sie weitere Details sowie eventuell bereits vorgenommene Transparenzbewertungen.

Ansonsten wünschen wir Ihnen sturmfreie Zeiten…

Ihr

Stefan Loipfinger


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter: