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  • Der harte Kampf um Gläubigerstimmen »

    Investmentcheck-News KW 31/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    05.08.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, sind AnlegerInnen dummes Stimmvieh oder mündige BürgerInnen? Diese Frage ist bewusst provokant gewählt, denn wenn ich ein am Mittwoch von Mattil & Kollegen verschicktes Rundschreiben durchlese, dann frage ich mich zunehmend, wie dort die Eingangsfrage beantwortet würde. Von einer „gewissen IG UDI“ ist da die Rede, die sich erdreistet, weitere AnlegerInnen anzuschreiben „und dabei auch eine Gebühr zu vereinnahmen“. Man solle der Kanzlei mitteilen, wenn man angeschrieben wurde und weist darauf hin, dass angeschriebene AnlegerInnen „bei einer Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen, Schadensersatz von der IG UDI verlangen können (Artikel 82 DSGVO)“. Mattil will Anzeige bei der Datenschutzbehörde erstatten und polemisiert weiter gegen die in der Interessensgemeinschaft zusammengeschlossenen AnlegerInnen: „Wussten Sie, dass die IG UDI selbst Insolvenzanträge gestellt hat, wobei wir bezweifeln, dass das in Ihrem Interesse lag. Wir sind der Meinung, dass Sie sich von der IG UDI fernhalten sollten, die nichts für Sie tut, sondern nur mit dieser Berliner Kanzlei eigene Interessen vertritt.“

  • Bei ThomasLloyd mahlen die Mühlen langsam »

    Investmentcheck-News KW 30/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    29.07.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, momentan trudeln immer mehr Jahresabschlüsse 2021 ein. Die gesetzliche Pflicht zur Einreichung beim Bundesanzeiger innerhalb von sechs Monaten nach Geschäftsjahresende ist seit ein paar Wochen um. Es wirkt, als wenn sich etwas mehr Emittentinnen an diese Transparenzpflicht halten. Die Betonung liegt aber auf „etwas mehr“. In Summe schätze ich, dass mindestens dreiviertel überfällig sind. Sie müssen es mir nicht schreiben: Ich weiß, Covid-19 ist schuld.

  • Exporo zu Schadenersatz verurteilt »

    Investmentcheck-News KW 29/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    22.07.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, im Februar 2019 investierten AnlegerInnen 2,5 Millionen Euro in das Exporo-Funding „Am Hamburger Stadtpark“, mit dem der Bau von zwei Mehrfamilienhäusern finanziert werden sollte. Einiges ging schief bei diesem Immobilienprojekt, weshalb die AnlegerInnen vermutlich 80 Prozent ihrer Einlage verlieren. Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an meinen Bericht vom 17. Februar 2022, in dem ich unter anderem die Verbindung zum Fußballer Jerome Boateng beschrieb.

  • Wie wird es bei der Deutschen Lichtmiete ausgehen? »

    Investmentcheck-News KW 28/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    15.07.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, beim Lesen des letzten Editorials haben Sie vermutlich mein Strahlen von einem Ohr zum anderen erahnt. Diese Woche sind die Mundwinkel leider wieder deutlich nach unten gezogen, da ich eine Reaktion des Leipziger Insolvenzgerichts vermisse. Wollen die mit der Umsetzung der Gerichtsentscheidungen wirklich warten, bis der BGH über den Rechtsbehelf entscheidet? Eine sachgerechte Beurteilung der Beschlussbegründung sieht für mich anders aus.

  • Abberufung von UDI-Insolvenzverwalter gerichtlich angeordnet »

    Investmentcheck-News KW 27/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    08.07.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, vor 2 Wochen habe ich hier über die Werbung von UDI für 3 Anlegeranwälte berichtet, damit diese möglichst viele Stimmen in anstehenden Gläubigerversammlungen vertreten. Für mich ist das so, als wenn ein Metzger den Schafen einen Besuch im Schlachthof empfiehlt, weil dort das Gras besonders gut schmeckt. Bitte liebe VegetarierInnen verzeiht mir diesen Vergleich, der nur die mir nicht verständliche Sinnhaftigkeit einer solch guten Tat von UDI plastisch machen soll.

  • Ein Meilenstein für die Markthygiene »

    Landgericht Leipzig ordnet Abberufung von UDI-Insolvenzverwalter an

    05.07.2022 ▪ Es ist ein toller Erfolg für die UDI-AnlegerInnen, aber ein Meilenstein für zukünftige Kapitalanlage-Insolvenzen. Das Landgericht Leipzig hat auf Antrag der Berliner Rechtsanwältin Dr. Susanne Schmidt-Morsbach von der Kanzlei Schirp eine Vorgehensweise kritisiert, bei der bestimmte Personen mit lukrativen Mandaten versorgt wurden. Beim UDI Energie Festzins IV muss nun der Insolvenzverwalter ausgetauscht werden, weil das Gericht Zweifel an seiner Unabhängigkeit sieht. Auch wenn gegen den Beschluss noch Rechtsmittel eingelegt werden können, dürfte er weit über diesen Fall hinaus abstrahlen.

  • Unser Forum für geschädigte Anleger »

    Investmentcheck-News KW 26/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    01.07.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, heute schreibe ich Ihnen in eigener Sache. Es geht um das von mir vor gut einem Jahr ins Leben gerufene Anlegerforum Investmentcheck.Community, das mittlerweile fast 3.000 NutzerInnen zählt. Das ist ein großer Erfolg, auch wenn der Anlass in Form einer nicht funktionierenden Kapitalanlage meist kein erfreulicher ist. Als Initiator dieses Forums stoße ich allerdings zunehmend an die Grenzen dessen, was ich neben meiner beruflichen Tätigkeit leisten kann. Gleichzeitig werde ich immer wieder gebeten, mich mit weiteren Anbietern zu befassen oder auch ergänzende Dienstleistungen anzubieten.

  • Solvium’sche Black-Box und UDI’sche Hintergedanken »

    Investmentcheck-News KW 25/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    24.06.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, als meine LeserInnen kennen Sie alle den Anlageskandal um den Containeranbieter P&R. Aber kennen Sie auch Solvium? Dieser deutlich kleinere Anbieter hat gut 400 Millionen Euro Anlegerkapital gesammelt und rühmt sich einer tadellosen Leistungsbilanz. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass es eine deutliche Nähe zum Kapitalvernichter ConRendit gibt. Vermutlich nicht bewusst dürfte den Solvium-Investoren außerdem sein, wie weit bei einigen Angeboten die tatsächliche bilanzielle Überschuldung die Planwerte übersteigt. Oder wer weiß schon, dass die Emittentengesellschaften statt Container zu kaufen auch Geld an andere Solvium-Unternehmen verleihen. In einer sehr umfangreichen Expertise habe ich noch viele weitere Problemfelder zusammengetragen.

  • Leonidas-Gesellschafter-versammlungen in Nürnberg »

    Investmentcheck-News KW 23/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    10.06.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser, vergangene Woche habe ich meinen Besuch für die ersten beiden außerordentlichen Leonidas-Gesellschafterversammlungen angekündigt. Es war sehr spannend und es wurde eine Aufführung mit Überlänge. Um 9.30 Uhr war Leo XVIII und um 14.30 Uhr dann Leo XII angesetzt. Zweitere konnte nicht pünktlich beginnen, weil erstere noch lief. Um 21 Uhr war dann auch Leo XII durch und nicht nur ich war echt platt. Die gedanklich gekauften Popcorns reichten nicht. Und mit Bahnverspätung wurde es nach Mitternacht, bis ich im strömenden Regen endlich zu Hause angekommen bin.

  • Wunder gibt es immer wieder »

    Investmentcheck-News KW 22/2022 - Editorial von Stefan Loipfinger

    03.06.2022 ▪ Liebe Leserinnen und Leser,
    stellen Sie sich vor, Sie haben 2013 in Immobilien investiert, zum Teil ihr Portfolio schon verkauft und die Restveräußerung läuft nun. Wie viel haben Sie wohl verdient? Vermutlich antworten Sie, dass dies von der Art der Immobilien, den gewählten Standorten und dem getätigten Finanzierungshebel abhängt. Wir würden wohl trefflich über die vermutliche Höhe des Gewinns diskutieren. Wenn ich Ihnen nun aber sage, dass es sich um den BaFin-überwachten Anbieter Publity und dessen Perfomance-Fonds Nummer 6 handelt, dann reden wir über einen zu erwartenden Verlust. Gut, er wird nicht hoch ausfallen, aber wie dilettantisch war ein angeblich super vernetzter Profiinvestor, wenn er für Anleger in dieser sensationell tollen Marktphase statt 148 Prozent Rückzahlung nicht einmal die Einlage schafft? Oder war der Misserfolg vielleicht sogar vorprogrammiert, was die Rolle der BaFin stärker in den Vordergrund rücken würde. Ich behaupte, es war eine Blamage mit Ansage. Die Gebührenstruktur der Publity-Fonds war aus Anlegersicht eine Katastrophe. Beim Nachfolgerfonds Nummer 7 habe ich in meinem Buch „Achtung, Anlegerfallen!“ vorgerechnet, dass vor allen Kosten 30 Prozent Rendite erzielt werden müssen, damit nach allen Kosten sieben Prozent vor Steuern bei den AnlegerInnen ankommen. Das konnte ich nachrechnen, weil damals eine nachvollziehbare Prognoserechnung im Verkaufsprospekt war. Danach hat Publity und fast die ganze Branche mit Zustimmung der Finanzaufsicht solche Rechenwerke in den Prospekten abgeschafft.

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