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Marktanalyse Publikums-AIF 2020
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    Companisto missbraucht eine gute Idee

    24.07.2019 ▪ Crowdfinanzierungen über Nachrangdarlehen haben einen systemimmanenten Nachteil: Anleger haben keine ausreichenden Kontroll- und Mitspracherechte und sind häufig nur billig abgespeiste Nachrangkapitalgeber. Companisto hat das nun offenbar eingesehen und deshalb mit Aresus Pharma eine neue Möglichkeit entwickelt. Dabei wird eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle – SPV) zwischengeschaltet, die für die Schwarmfinanzierer eine vollwertige Beteiligung am Zielunternehmen eingeht. Ein interessanter und aus Anlegersicht guter Ansatz, der nur leider beim Fall Aresus im Detail krankt.

  • Stoff für einen Krimi »

    PIM Gold muss sich gegen den Verdacht der Geldwäsche wehren

    19.07.2019 ▪ Die Autoren von Krimi-Drehbüchern brauchen vermutlich nicht viel Phantasie für neuen Stoff. Diesen liefert das echte Leben. So auch im Fall K.K. Gregor Technik, bei dem ein größerer Internetschwindel abgezogen wurde. Merkwürdig involviert ist dabei die Firma PIM Gold, die fragwürdige Ansparverträge und Goldkäufe anbietet. K.K. Gregor Technik war ein guter Kunde und hat für Millionen Gold gekauft. Der von PIM bestrittene Verdacht der Geldwäsche steht im Raum.

  • Nächste Pleite bei der Deutschen Mikroinvest »

    Crowdanleger bei Gensoric dürften ihr Geld verlieren

    16.07.2019 ▪ Die Deutsche Mikroinvest DMI hat vor einigen Monaten ihren Betrieb eingestellt (Anleger werden allein gelassen). Dabei wollten Knut Haake und Carsten Bischof ihre Plattform zum führenden Marktplatz für Beteiligungen und Crowdinvesting entwickeln. Ein Grund für das Scheitern könnte die mangelhafte Auswahl der Investments gewesen sein. Nun kommt mit der Gensoric GmbH eine weitere Pleite hinzu. Das Amtsgericht Rostock hat ein Insolvenzverfahren eröffnet (Aktenzeichen: 62 IN 394/19). Anleger dürften damit rund eine halbe Million Euro verlieren.

  • Schon 3 Fundings der GLS Crowd insolvent »

    Insolvenzverfahren bei MindTags GmbH eingeleitet

    09.07.2019 ▪ Als erste Crowdplattform einer Bank startete im Jahr 2017 die GLS Crowd: „Unter gls-crowd.de geht die erste, europäische Crowdinvesting-Plattform einer Bank online. Das auf professionelle Finanzdienstleister ausgerichtete Betreibermodell.“ Bis heute wurden 17 Fundings durchgeführt. Drei davon sind schon Pleite. Aktuell betrifft es die MindTags GmbH, bei der die GLS Crowd 400.000 Euro für eine integrative Smart-App einsammelte. Die App wurde für Benutzer mit körperlichen Einschränkungen kreiert: „Mit Ihrer Investition tragen Sie dazu bei, dass viele weitere Orte wie Museen, öffentliche Gebäude, Tier- und Freizeitparks für Menschen mit und ohne körperlichen Einschränkungen erschlossen werden können.“

  • Weitere Kapilendo-Pleite »

    Nicht einmal ein Jahr hat Fairbuy24 nach dem Crowdfunding überlebt

    02.07.2019 ▪ Rund 500 Anleger haben Ende 2018 darauf vertraut, dass der Name Fairbuy etwas mit fair anlegen zu tun haben könnte. Doch dem ist wohl nicht so gewesen. Nur zehn Monate nach dem Funding durch Kapilendo kam es bei der Fairbuy24 GmbH zu einem Insolvenzantrag. Damit hat die Crowdplattform nach tectomove den zweiten Ausfall innerhalb weniger Wochen zu beklagen. Und das besonders Bedenkliche daran ist, dass beide Firmen nicht einmal ein Jahr nach Abschluss der Fundings überlebten.

  • Nächste Insolvenz in der Causa P&R »

    Antrag auf Nachlassinsolvenz bei langjährigem P&R-Geschäftsführer

    30.06.2019 ▪ Am 26. Juni 2019 entschied das Amtsgericht München über die Nachlassinsolvenz bei Werner Feldkamp. Er war langjähriger Weggefährte von P&R-Gründer Heinz Roth, über dessen Vermögen ebenfalls bereits ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Feldkamp verstarb überraschend im Mai 2016 im Alter von 65 Jahren. Antragstellerin für die Nachlassinsolvenz war das Landesamt für Finanzen aus Würzburg. Diese Behörde verwaltet die Erbschaften für den Freistaat Bayern und ist Erbin des Feldkamp-Nachlasses.

  • Vergleichsvorschlag kommt gut an »

    P&R-Anleger vertrauen den Insolvenzverwaltern

    25.06.2019 ▪ Vor einigen Wochen haben die Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke über 80.000 Vergleichsvorschläge an die P&R-Anleger verschickt. Damals haben sie um Zustimmung geworben, da nur bei einer überwiegenden Annahme der Vergleichsvereinbarung der weitere Ablauf des Insolvenzverfahrens nicht gefährdet ist. Zumindest in dieser Hinsicht können die Investoren aufatmen. Schon jetzt wurden über 95 Prozent der vorausgefüllten Vereinbarungen unterschrieben zurückgeschickt. Einer endgültigen Annahme der Vergleiche durch die Insolvenzverwalter im Herbst 2019 dürfte damit nichts mehr im Wege stehen.

  • Eine Scheideanstalt, die keine ist »

    Bei PIM-Gold trübt sich der Glanz

    18.06.2019 ▪ Im hessischen Heusenstamm sitzt eine Reihe von Firmen, die Goldgeschäfte im ganz großen Stil abwickeln. Dazu gehört die PIM Gold- und Scheideanstalt, die PGD Premium Gold Deutschland und die Merlin Gold. Der jährliche Umsatz soll bei 100 Millionen Euro liegen. Über ein 8-stufiges Vertriebssystem werden hohe Provisionen bezahlt. Doch immer mehr Probleme zeigen sich. Anlegern kann nur zur Vorsicht geraten werden.

  • Tausend Kapilendo-Anleger verlieren Geld »

    tectomove ist 9 Monate nach dem Crowdfunding schon Pleite

    14.06.2019 ▪ Im Herbst 2018 war die Welt noch in Ordnung. Kapilendo sammelte innerhalb von wenigen Stunden 400.000 Euro für die tectomove GmbH in Form von Kreditforderungen ein. Weitere 600.000 Euro kamen innerhalb von zwei Wochen durch Nachrangdarlehen hinzu. Verkauft wurden die Geldanlagen im September 2018 unter dem Slogan „Individuelle Automationstechnik für die Industrie 4.0“. Doch statt einer langjährigen Expertise und zusätzlichen Synergieeffekten durch die Muttergesellschaft müssen die Anleger schon nach wenigen Monaten um ihr Geld fürchten: Im Juni 2019 hat das Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren eröffnet.

  • Bilanz des Grauens »

    Jahresabschlüsse 2017 offenbaren ganz viele Probleme bei UDI

    12.06.2019 ▪ Es ist eine Bilanz des Grauens. Noch immer sind nicht alle Jahresabschlüsse 2017 von den Gesellschaften veröffentlicht, bei denen UDI direkt oder indirekt involviert ist. Die meisten gibt es allerdings und sie offenbaren ganz viele Probleme. Erhebliche Teile des Anlegerkapitals dürften ohne ein kleines Wunder vernichtet sein. Nachfolgende Auflistung enthält eine Reihe von Unternehmen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Zahlen geben nur die Werte aus den Jahresabschlüssen wieder, ohne dass dadurch eine Bewertung der tatsächlichen Verkehrswerte erfolgte. Wer nicht alles lesen will, kann in vielen Browsern mit dem Shortcut Strg+F eine Suchfunktion aufrufen.

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