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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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    Hanseatisches Fußball Kontor ist insolvent

    21.12.2016 ▪ Jörg Zeitz und Kai-Volker Langhinrichs glaubten, der Fußball sei eine lukrative Anlageklasse. Im Sommer 2014 veröffentlichten sie eine Verkaufsbroschüre für ein Nachrangdarlehen der Hanseatisches Fußball Kontor Invest GmbH mit Sitz in Schwerin. Ziel war, bis zu 50 Millionen Euro einzusammeln, um in Spieler-Transferrechte zu investieren: „Spieler-Transferrechte bieten aufgrund der hohen Wechselhäufigkeit insbesondere junger Spieler extrem hohe Renditen bei sehr kurzer Laufzeit. Vereine konnten für Spieler im Anlagesegment von 18 bis 23 Jahren in den vergangenen Jahren durchschnittlich Transfergewinne von rd. 500 % erzielen.“ Dieser Traum ist schnell geplatzt. Zwei Jahre später wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Muttergesellschaft Hanseatisches Fußball Kontor GmbH eröffnet (580 IN 325/16).

  • Dreistes Verhalten der Deutschen Mikroinvest »

    Insolvenzantrag von NeuroProof wirft einige Fragen auf

    09.12.2016 ▪ Eine neuartige Technologie sollte das Leben von vielen Menschen verbessern. Es ging um neuroaktive Eigenschaften von Substanzen, durch die neuartige Medikamente entwickelt werden sollten. Für einen Nichtmediziner klang das alles hochtrabend, was in dem 62-seitigen Verkaufsprospekt für ein Nachrangdarlehen an der NeuroProof GmbH beschrieben wurde. Doch die im Sommer 2014 gestartete Emission über 3 Millionen Euro ist gefloppt, denn über das Vermögen der Gesellschaft ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

  • BGH verlangt volle Kostentransparenz »

    Ein Kommentar von Rechtsanwalt Georgios Aslanidis

    08.12.2016 ▪ Aus Anlegersicht ist die Entwicklung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes in Punkto Nicht-Aufklärung über Provisionen (Kick-Back Rechtsprechung), mangelhafte Aufklärung über Weichkosten geschlossener Fondsbeteiligungen sowie mangelhafte Aufklärung über die tatsächlich entstandenen Innenprovisionen als äußerst positiv zu betrachten. So kann in vielen Fällen der Gerichtsweg durch den Abschluss außergerichtlicher Vergleiche vermieden werden.

  • Ohlala und dann gleich Pleite »

    Ein misslungenes Investment der Deutschen Mikroinvest

    07.12.2016 ▪ „Ein kleines Stück Paris in mitten unserer Stadt“, war einer der Werbesprüche, mit denen für die Ohlala Franchise und Beteiligungen GmbH Crowdkapital gesammelt wurde. Sprichwörtlich lief einem das Wasser im Mund zusammen, wenn man das Franchise-Konzept und deren Speisenkarte durchlas. Und die 7 bis 9 Prozent Verzinsung für mindestens fünf Jahre Laufzeit bei quartalsweiser Zinszahlung sollten Anleger davon überzeugen, insgesamt 650.000 Euro zu investieren.

  • Genossenschaften ohne Aufsicht »

    Ein Plädoyer von Dr. Jürgen Machunsky

    24.11.2016 ▪ Das Credo der Finanzmarktregulierung in den letzten Jahren lautete: Kein Finanzmarktakteur, kein Finanzprodukt und kein Finanzmarkt darf unreguliert bleiben. Trotz dieses Ansatzes sieht das Vermögensanlagengesetz einige Ausnahmen vor. Hierzu zählen Schwarmfinanzierungen, soziale und gemeinnützige Projekte sowie Genossenschaften. Die Ausnahme für Genossenschaften gemäß Paragraph 2 Abs. 1 Nr. 1 und 1 a ist dabei besonders weitgehend, soweit für den Vertrieb der Anteile keine erfolgsabhängige Provision gezahlt wird.

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