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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Aufsichtsrecht ersetzt kein Zivilrecht »

    Intensive Diskussionen auf dem Sachwerte-Kolloquium 2017

    27.03.2017 ▪ In der Sachwerte-Branche steckt Leben. Kontrovers und ambitioniert diskutierten Referenten und Besucher auf dem ersten von den freien Fachjournalisten Friedrich Andreas Wanschka, Markus Gotzi und Stefan Loipfinger organisierten „Sachwerte Kolloquium“ in München. Einig waren sich die rund 120 angemeldeten Teilnehmer in ihrem Engagement, qualifizierte Produkte für private und professionelle Investoren zu entwickeln und zwar über alle Unternehmergenerationen hinweg. Und auch die Medien messen dem Thema eine wachsende Bedeutung bei: Das Handelsblatt schickte ebenso einen Journalisten zu der Tagung wie Fachmagazine und Informationsplattformen. Insgesamt stellten Medienvertreter rund 20 Prozent der Teilnehmer.

  • Unterschätzte Transparenzpflichten »

    BaFin bemängelt Einhaltung von Vorschriften

    17.03.2017 ▪ Das neueste BaFin-Journal von März 2017 hat es in sich. Ab Seite 25 beschreibt die Aufsichtsbehörde die Erfahrungen mit dem Kleinanlegerschutzgesetz und stellt einige Missverständnisse klar. Zwischen den Zeilen und teilweise sogar offen angesprochen wird bemängelt, dass viele Anbieter von Vermögensanlagen ihren Pflichten nicht ausreichend nachkommen. Gleich in der Einleitung warnt die BaFin regelrecht: „Alte wie neue Anbieter sollten sich hier ihren Pflichten bewusst werden“. Vor allem die Anforderungen nach Billigung der Verkaufsprospekte werden oftmals nicht eingehalten: „Die ersten Erfahrungen zeigen, dass manche Anbieter diesen Pflichten bisher nur unzureichend oder erst nach Aufforderung seitens der BaFin nachkommen.“

  • Level by Level nach unten »

    Seedmatch-Investment ist insolvent

    14.02.2017 ▪ 2013 gegründet, 2014 riesige Verluste, 2015 mit Crowdgeld gerettet und 2016 dann insolvent. Die Unternehmensentwicklung der Level by Level GmbH verlief steil nach unten. Seedmatch bescherte durch das Crowdfunding von 271.500 Euro von Ende 2015 bis Anfang 2016 ein kleines Zwischenhoch. Der schlechte Witz dabei: Obwohl die Bilanz per 31. Dezember 2014 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 165.000 Euro aufwies, sollte das Unternehmen vor dem Crowdfunding drei Millionen Euro wert gewesen sein.

  • Die Pleitewelle rollt »

    Protonet, Freygeist & Co. scheitern immer häufiger

    13.02.2017 ▪ Insolvenzbekanntmachungen treffen immer häufiger Privatinvestoren, die an eine privat finanzierte Gründerwelle glaubten. Aus der Gründerwelle wird leider eine ständig wachsende Pleitewelle. Mit Protonet kam es zur bisher größten Crowdfunding-Pleite. Kürzlich wurde auch das Scheitern der Freygeist leightweight e-Bikes GmbH vermeldet. Die Zahl der erfolgreichen Modelle wurde schon lange von der Masse gescheiterter Schwarmfinanzierungen überholt.

  • Aus Genuss wurde Verdruss »

    Butlers Insolvenz trifft Genussrechtsanleger hart

    07.02.2017 ▪ „Genuss pur“ war ein Slogan, mit dem Butlers für die eigenen Genussrechte warb. Große Versprechen gehörten bei dem Betreiber von Wohndeko-Läden standardmäßig ins Programm. Als Familienunternehmen „mit besten Erfolgsaussichten“ wurde um Kapital geworben: „Die Wurzeln von Butlers gründen in Erfahrung, Engagement und Berechenbarkeit; das ist die Basis für unser gewachsenes Familienunternehmen.“ Über 40 Millionen Menschen besuchten jährlich die rund 150 Filialen. „Heute zählen wir zu den führenden Anbietern von Wohnmöbeln und -accessoires in Europa.” Ein Teil der Kunden hat in die Genussrechte investiert und bangt nun um sein Geld.

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