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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Die Pleitewelle rollt »

    Protonet, Freygeist & Co. scheitern immer häufiger

    13.02.2017 ▪ Insolvenzbekanntmachungen treffen immer häufiger Privatinvestoren, die an eine privat finanzierte Gründerwelle glaubten. Aus der Gründerwelle wird leider eine ständig wachsende Pleitewelle. Mit Protonet kam es zur bisher größten Crowdfunding-Pleite. Kürzlich wurde auch das Scheitern der Freygeist leightweight e-Bikes GmbH vermeldet. Die Zahl der erfolgreichen Modelle wurde schon lange von der Masse gescheiterter Schwarmfinanzierungen überholt.

  • Aus Genuss wurde Verdruss »

    Butlers Insolvenz trifft Genussrechtsanleger hart

    07.02.2017 ▪ „Genuss pur“ war ein Slogan, mit dem Butlers für die eigenen Genussrechte warb. Große Versprechen gehörten bei dem Betreiber von Wohndeko-Läden standardmäßig ins Programm. Als Familienunternehmen „mit besten Erfolgsaussichten“ wurde um Kapital geworben: „Die Wurzeln von Butlers gründen in Erfahrung, Engagement und Berechenbarkeit; das ist die Basis für unser gewachsenes Familienunternehmen.“ Über 40 Millionen Menschen besuchten jährlich die rund 150 Filialen. „Heute zählen wir zu den führenden Anbietern von Wohnmöbeln und -accessoires in Europa.” Ein Teil der Kunden hat in die Genussrechte investiert und bangt nun um sein Geld.

  • Insolvent für einen Tag »

    Valerum Invest AG beantwortet Fragen nur ausweichend

    03.02.2017 ▪ Am 23. Januar 2017 wurde von dritter Seite ein Insolvenzantrag für die Valerum Invest AG gestellt. Bereits am darauffolgenden Tag hat der Antragsteller allerdings diesen gegenüber dem Amtsgericht Charlottenburg wieder zurückgezogen. Die angeordneten Sicherungsmaßnahmen wurden daraufhin am 26. Januar wieder eingestellt. Leider hat Valerum wichtige Fragen zu den Hintergründen nicht beantwortet.

  • Der neue Branchentreff »

    Die Teilnehmer versprechen spannende Diskussionen

    02.02.2017 ▪ Der Fondsbrief-Chefredakteur Markus Gotzi und die Fachjournalisten Friedrich Andreas Wanschka und Stefan Loipfinger wollen mit der Branche in einen offenen Dialog treten. Sie laden zum „Sachwerte Kolloquium 2017“ ein. Ihr Anspruch ist es, Verbraucherthemen offen mit Anbietern, Verbraucherschützern, Vermittlern und Dienstleistern zu diskutieren und Weiterentwicklungen anzustoßen. Der Branchentreff findet am 22. März 2017 ab 10.00 Uhr im municon am Münchner Flughafen statt.

  • Ratingagenturen dürfen keine Lohnschreiber sein »

    Interview mit Rechtsanwältin Dr. Susanne Schmidt-Morsbach

    23.01.2017 ▪ Die Kanzlei Schirp Neusel & Partner hat Klage gegen die Scope Ratings AG eingereicht. Hintergrund ist ein angeblich fehlerhaftes Rating zu einer Anleihenemission. Scope bescheinigte ein A-Rating, also gute Qualität mit geringem Risiko für die Anleihe MS-Deutschland, während die Emittentin selbst zu diesem Zeitpunkt nur ein sehr schlechtes C-Rating hatte. Begründet wurde die gute Bewertung der Anleihe mit der Besicherung über das „Traumschiff“, dem ein offenbar zu hoher Wiederbeschaffungswert attestiert wurde. Im Interview erläutert die Rechtsanwältin Dr. Susanne Schmidt-Morsbach die Hintergründe dazu.

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