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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Vertriebsstopp aus Reputationsgründen »

    Commerzbank verkauft keine geschlossenen Fonds mehr

    08.11.2016 ▪ Es sind in erster Linie Reputationsgründe, warum die Commerzbank seit 1. Oktober 2016 den Vertrieb geschlossener Fonds im Privatkundengeschäft komplett eingestellt hat und laut der Pressesprecherin Marion Denner bewusst auf Erträge verzichtet. Das sagt viel über die Ergebnisse der Vergangenheit aus. Denn Angst um seine Reputation muss eine Bank nicht haben, wenn die Produkte eine zufriedenstellende Performance ausweisen würden. Und es sagt viel über die Zukunft aus: Die Commerzbank glaubt offenbar nicht, dass die BaFin-Überwachung bei der Produktqualität etwas verändert.

  • Hamburger AfD-Vize gibt keine Auskunft »

    my green Invest GmbH wurde liquidiert

    07.11.2016 ▪ Der damalige Geschäftsführer Dr. Alexander Wolf schrieb 2013 im BaFin-gestatteten Verkaufsprospekt von einem wirtschaftlich attraktiven und zugleich ökologisch sinnvollem Investment. Über Genussrechte der my green invest GmbH sollten Anleger von zukunftsweisenden Bereichen der Energieversorgung profitieren. Alles vollmundige Versprechen, deren Umsetzung alles andere als plangemäß verlief. Denn 2016 wurde die Liquidation der Gesellschaft eingeleitet. Gläubiger der Gesellschaft wurden aufgefordert, sich bei ihr zu melden.

  • holis market ist insolvent »

    Franchise-System für Lebensmittel ohne Verpackung ist gescheitert

    02.11.2016 ▪ Es ging ums Ganze, zumindest um die Ganzheitslehre. Auf Griechisch ist das der Holismus, weshalb Franz Seher und Gerald Ninaus ihren Lebensmittelmarkt ohne Verpackungen holis market nannten. Eine schöne Idee, die aber in der Praxis nicht funktionierte. Zwischenzeitlich musste Insolvenz angemeldet werden und das bei Anlegern von Green Rocket eingesammelte Kapital dürfte komplett verloren sein. Wie Peter Garber von Green Rocket auf Nachfrage mitteilte, wurden von 207 Personen insgesamt 170.100 Euro investiert.

  • Mit Turbo in die Insolvenz »

    1.380 Companisten verlieren Geld

    26.10.2016 ▪ Mit über einer Million Euro dürfte die Returbo-Insolvenz das bisher größte gescheiterte Crowd-Investment sein. Immerhin 1.380 Anleger haben über die Plattform von Companisto 1,09 Millionen Euro investiert. Der Skandal dabei: Die Beteiligung wurde erst vor gut einem Jahr mit vollmundigen Versprechen angeboten: „[…] hat das Unternehmen nunmehr die Profitabilität erreicht. Daher ist diese Wachstumsfinanzierung mit einem vergleichsweise geringeren Risiko gekennzeichnet als bei Startups ohne erprobtes Geschäftsmodell und Proof-of-Concept.“

  • Prognostizierter Blindflug (Teil 4) »

    Eine rechtliche Einschätzung von Dr. Jürgen Machunsky

    25.10.2016 ▪ Die Diskussion, ob ein Prospekt auch unter dem KAGB Renditeprognosen zu enthalten hat, wird bisher – wenn überhaupt – rein aufsichtsrechtlich geführt. Dabei wird übersehen, dass aufsichtsrechtliche und zivilrechtliche Beratungsvorgaben keineswegs deckungsgleich sind.

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