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Transparenz bei Vermögensanlagen

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Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Anleger von Offshore-Containern in Schwierigkeiten »

    Ein Unternehmen der Buss-Gruppe ist zahlungsunfähig

    26.04.2016 ▪ „Wo die Wellen hoch schlagen, wird spitzenmäßig verdient.“ So heißt es auf einem Produktflyer zu den Direktinvestments Buss Container 54 und 55, die bis Ende 2015 Anlegern zum Kauf angeboten wurden. Von einem „wachstumsstarken Markt“ war dort weiter zu lesen. Weil die Förderung von Erdöl auf hoher See stetig zunimmt, würde auch der Bedarf an Offshore-Containern steigen: „Werden Sie Käufer und gleichzeitig Vermieter – an bonitätsstarke Ölgesellschaften.“ Soweit die Theorie. In der Praxis wurde jetzt, ein paar Monate später, den Anlegern mitgeteilt, dass die geschuldeten Mieten nicht mehr vollständig bedient werden können: „Auch die weiteren Verpflichtungen aus dem mit Ihnen (und weiteren Investoren) geschlossenen Kauf-, Vermietungs- und Rückkaufvertrag für Offshore-Container werden wir nicht mehr erfüllen können.“ Es geht um die Buss-Angebote mit den Nummern 31, 32, 40, 41, 44, 45, 48, 49, 54 und 55, in die rund 60 Millionen Euro investiert wurden.

  • Mit Zitronen gehandelt? »

    Oder sind die Gurken der BaFin einfach nur zu sauer?

    19.04.2016 ▪ Real-Satire ist oft deutlich humorvoller als so mancher Böhmermann-Erguss. Dazu kann getrost auch die Mitteilung der BaFin als Wächter der Finanzmarktstabilität gelten (Verbrauchermitteilung vom 18. April 2016, www.bafin.de/dok/7801668), in der vor einer Vermögensanlage gewarnt wird, für die offenbar kein Verkaufsprospekt eingereicht wurde: „Der BaFin liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Nerver2hot – Bio-Farm-Investment Co. Ltd., Thailand, öffentlich Vermögensanlagen ohne Verkaufsprospekt anbietet.“

  • Die 11a-Keule »

    German Pellets als Präzedenzfall

    16.02.2016 ▪ Am 5. Februar 2016 wurde von der BaFin erstmals eine Veröffentlichung gemäß Paragraph 11a Vermögensanlagengesetz bekannt gemacht. Diese betraf Genussrechte der German Pellets GmbH aus Wismar. Im Grunde wurde damit der Anfang vom Ende besiegelt. Am 10. Februar wurde vom Amtsgericht Schwerin die Rechtsanwältin Bettina Schmudde als vorläufige Insolvenzverwalterin bestellt. Es geht um 44 Millionen Euro Genussrechtskapital und weitere 225 Millionen Euro Anleihenvolumen. Auch in USA war die Firma aktiv und hat dort über eine halbe Milliarde US-Dollar mit Bonds eingesammelt.

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