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Marktanalyse Publikums-AIF 2018
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Die Wahrheit über den Containermarkt

Anleger von ConRendit verlieren fast vollständig ihre Einlagen

02.06.2016 • Vor einigen Wochen verschickte die Geschäftsführung an die Anleger der Fonds 10 und 12 Berichte zur aktuellen Situation. Bei beiden Angeboten verlieren die Investoren viel Geld. Für Fonds 10 ist über die bereits erfolgte Ausschüttung von 3,5 Prozent mit keiner weiteren Auszahlung mehr zu rechnen. Bei der Nummer 12 erscheint der Geschäftsführung ein kumulierter Kapitalrückfluss von rund 7 Prozent als realistisch. Damit sind rund 15 Millionen Euro Anlegerkapital weitgehend vernichtet worden. Über die beiden Fonds hinaus ist dabei allerdings interessant, wie ConRendit den Zustand an den Containermärkten beschreibt.

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ConRendit 10. Der Bericht vom März 2016 beschreibt Eingangs die vergeblichen Verkaufsbemühungen: „Entgegen der dem letzten Bericht der Geschäftsführung (Dezember 2014) zugrunde liegenden Planung (Containerverkauf im Jahr 2015 und anschließende Liquidation der Gesellschaft), war die vollständige Veräußerung der Container aus wirtschaftlichen Gründen (geringe Handelspreise bei nur sehr geringer Nachfrage nach gebrauchten Containern) bisher nicht möglich.“ Weiterhin schreibt der Geschäftsführer Olaf Will zu den unbefriedigenden Verkaufsbemühungen: „Dies ist im Wesentlichen auf den massiv gefallenen Neucontainerpreis zurückzuführen, der mit USD 1.400 pro CEU ein Zwölf-Jahrestief erreicht hat.“ Zusammen mit den Kaufpreisen sind auch die Mietraten eingebrochen: „Dies hat sich unmittelbar auf die Mietraten für Neucontainer ausgewirkt, sodass diese zuletzt auf unter USD 0,30 pro Tag und CEU gefallen sind.“ Ein Desaster, das längst nicht nur die Anleger von ConRendit betrifft. Und Besserung ist nach Meinung von Will nicht in Sicht, denn „die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft geht davon aus, dass sich dieser Abwärtstrend im Jahr 2016 weiter fortsetzen wird.“

ConRendit 12. Ähnlich katastrophal beschreibt die Geschäftsführung die Verkaufsbemühungen von Fonds 12, wonach die vollständige Veräußerung der Kühlcontainer nebst den Dieselgeneratoren „jedoch aus wirtschaftlichen Gründen (geringe Handelspreise bei nur sehr geringer Nachfrage nach gebrauchten Kühlcontainern)“ bisher nicht möglich war. Statt geplanten Ausschüttungen von 135,02 Prozent von 2009 bis 2013 wurde bisher kein einziger Euro ausgeschüttet! Eine kleine Restauszahlung könnte aber noch kommen: „Bei linearer Fortschreibung der aktuellen wirtschaftlichen Situation bis zum Ende des Jahres 2016 (aktueller Planungsstand) erscheint derzeit ein kumulierter Kapitalrückfluss in Höhe von rd. 7% als realistisch.“

Presseanfrage. Investmentcheck hat an ConRendit verschiedene Fragen gestellt. Diese wurden allerdings nicht direkt beantwortet. Stattdessen hat der frühere PR-Berater Jürgen Braatz den Auftrag bekommen, eine Antwort zu formulieren. „Ich habe bis vor rund 6 Jahren ConRendit in Sachen PR beraten und habe Ihre Anfrage gewissermaßen im Rahmen der Nachbetreuung auf den Tisch bekommen.“ Auf die Frage, ob weitere Produkte geplant sind, teilte Braatz mit: „Die ConRendit Emissionshaus GmbH hat im Jahr 2011 das letzte Angebot als KG-Beteiligung (Geschlossener Fonds) in den Markt gebracht und plant keine weiteren Angebote für Investoren bzw. Anleger.“ Zu den Ursachen für die enormen Kapitalverluste der Fonds 10 und 12 wird nur allgemein mitgeteilt: „Die wirtschaftlichen Probleme vieler Fonds haben ihre Ursache im Wesentlichen in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009.“ Konkrete Antworten auf mehrere Fragen blieben aus: „Weitere Auskünfte kann ich persönlich Ihnen nicht geben, weil ich nicht mehr für das Haus spreche.“

Investmentcheck-Meinung. Die Ergebnisse der beiden ConRendit-Fonds spiegeln den Markt der letzten Jahre wieder. Das sollte nicht nur die betroffenen Anleger interessieren. Vergleichen Containereigentümer die mit der rosaroten Brille verfassten Marktberichte anderer Anbieter mit den Aussagen in den Berichten dieser Fonds, dann dürfte ihnen einiges klar werden. Buss, ConRendit und Magellan werden nicht die einzigen Anbieter bleiben, bei denen die Anleger Geld mit Containerinvestments verlieren.

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