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Transparenz bei Vermögensanlagen

© Andrey Popov - Fotolia.com

Wer das Geld von Investoren verwalten will, der sollte absolute Transparenz als selbstverständlich ansehen. Leider ist dem nicht immer so. Emittenten von Genussrechten, Nachrangdarlehen oder anderen standardisiert angebotenen Vermögensanlagen verweigern häufig die für eine qualifizierte Anlageentscheidung notwendigen Unterlagen. Sogar von der BaFin überwachte Anbieter von Alternativ Investment Funds (AIF oder früher geschlossene Fonds genannt) sind nicht immer bereit, Fragen zu ihren Produkten zu beantworten. Investmentcheck macht dies öffentlich und liefert somit eine Möglichkeit zur Vorauswahl eventuell geeigneter Vermögensanlagen.

Wer schon bei der Akquise von Kapital nicht ausreichend transparent ist, der wird häufig auch später seine Anleger verspätet oder unzureichend informieren. Zumindest ist die notwendige Vertrauensbasis nicht gegeben. Nur wenn den Investoren alle Chancen und Risiken allgemein verständlich erklärt werden, können sie sich eine eigene Meinung bilden. Dies ist bei der Komplexität dieser Produkte und der meist langfristigen Investitionsbindung unumgänglich.

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  • Anfechtung: Das Damoklesschwert für P&R-Anleger »

    Ein Kommentar von Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

    12.06.2018 ▪ Die vorläufigen Insolvenzverwalter gaben am 17. Mai 2018 nach „vorläufiger Auswertung der Systeme“ bekannt, dass rund 1,6 Millionen Container an rund 54.000 Anleger verkauft worden seien. Dem stünde eine Containerflotte von rund 0,6 Millionen gegenüber. Mit anderen Worten: Rund 1 Million (!) der an Anleger verkauften Container existieren nicht. Diese enorme Bestandsdifferenz habe sich über Jahre hinweg aufgebaut. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt. Jetzt droht auch noch eine riesige Anfechtungswelle gegen die Anleger.

  • Blamage für die BaFin »

    Kleine Anfrage an die Bundesregierung offenbart enorme Defizite

    09.06.2018 ▪ Dr. Gerhard Schick und andere Mitglieder des Bundestages haben vor einigen Wochen eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung geschickt (Drucksache 19/1788). Die Antwort offenbart nun in Sachen P&R absolute Unwissenheit und Ignoranz der parlamentarischen Staatssekretärin Christine Lambrecht (SPD). Angesichts von Fehlern wäre sogar das Attribut Schlamperei passend. Und auch für die Aufsichtsbehörde BaFin ist die Kleine Anfrage eine Blamage.

  • Auffällig viele Veränderungen in 2017 »

    Das P&R-Firmengeflecht um Heinz Peter Roth

    04.06.2018 ▪ Das Organigramm des P&R-Firmennetzwerks um den 75-jährigen Heinz Roth ist weit komplexer als es im ersten Blick erscheint. Interessenskonflikte wie bei der Containermanagementgesellschaft Blue Sky wurden verschwiegen und bei einer genaueren Betrachtung fällt auf, dass in 2017 auffällig viele Veränderungen erfolgten. War das Zufall oder ahnte schon jemand etwas von dem, was die letzten drei Monate passierte?

  • Neues BFH-Urteil könnte P&R-Anlegern helfen »

    Ein Kommentar von Hartmut Göddecke, Fachanwalt für Steuerrecht

    23.05.2018 ▪ Oft tritt das Finanzamt nach dem Scheitern einer Kapitalanlage an Anleger heran und stellt Forderungen. Beim P&R-Skandal könnte möglicherweise – nachdem der Bundesfinanzhof (BFH) am 7. Februar 2018 in einem vergleichbaren Fall die Zähne ausgebissen hat - jeder einzelne private Anleger von dieser Entscheidung in Bezug auf die Einkommensteuer profitieren (X R 10/16). Das gilt selbst dann, wenn kein Eigentum an den Containern erworben worden ist.

  • Falsche Eigentumszertifikate »

    Teure P&R-Neucontainer sind teilweise uralt

    12.05.2018 ▪ Rund 5.000 der 54.000 P&R-Anleger haben Eigentumszertifikate für die von ihnen erworbenen Standardboxen. Doch den mühsamen Check, was sich hinter den einzelnen Containernummern tatsächlich verbirgt, machte offenbar fast keiner. Sonst hätte viel früher auffallen müssen, dass viele der Zertifikate falsch sind.

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